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AKF Bike-Datenbank: EMW R 35

Technische Daten, Anleitungen und Modell-Information für dein R 35

EMW R 35 - im urigen Einzylinder EMW R35 steckt ein Stück BMW


Die Geschichte der EMW R35 mit einem Hubraum von 340 cm³ und 14 PS Leistung fing eigentlich schon 1937 an, denn bereits in diesem Jahr begann man im München mit der Entwicklung des Einzylinders BMW R35. Nach Verlegung der Produktion in das Eisenacher BMW-Werk, dem Ende der Fertigung 1940 und der fast kompletten Zerstörung des Werkes nutzten die sowjetischen Besatzer 1945 die noch geretteten Bauteile und ordneten die damals üblichen Reparationsleistungen an. Die Stückzahl der überlassenen Motorräder war jedoch sehr gering. Es folgte die Eingliederung in die AG der Sowjetunion Awtowelo und bis 1950 trugen die Viertaktzweiräder auch weiterhin die Bezeichnung BMW. Erst 1951 kam es zur Umbenennung EMW und somit auch zur namentlichen Kennzeichnung der Eisenacher Motorenwerke.

Bei den Stückzahlen gibt es lediglich Schätzungen. Die BMW R35 / SAG R35 soll von 1945 bis 1951 auf ca. 26.000 Auslieferungen für 2.235 Mark gekommen sein. Bei der EMW R35/2 waren es 1952 nur 8.000 Stück für 2.290 Mark. Die EMW R35/3 wurde mit ca. 56.000 verkauften Exemplaren für 2.480 Mark offenbar zur gefragtesten Version im Zeitraum 1953 bis 1955. Die generelle Viertakterproduktion in Eisenach kam danach jedoch zum Erliegen.

Natürlich gab es entscheidende Unterschiede zwischen den Modellen. Während die mit Handschaltung ausgestattete BMW R35 noch eine Teleskopgabel ohne Dämpfung, aber mit vor Schmutz schützenden Faltenbälgen sowie einen Starrrahmen besaß, gönnte man der EMW R35/2 eine hydraulische Dämpfung und tauschte die Manschette gegen ein Schutzrohr. Aus der Handschaltung wurde zudem die komfortablere Fußschaltung mit vier Gängen.

Markant für die Version EMW R35/3 mit verändertem Kardangehäuse war die Entlüftungsführung direkt in den Luftfilter. Auch der um 1 mm verlängerte und verstärkte Rahmen hatte nun eine Geradewegfederung am Hinterrad. Beim Sattel verabschiedete man sich von den außen liegenden Zugfedern und entschied sich für eine auf Druck reagierende Zentralfeder. Statt des Innenzughebels verfügten die Lenkerbedienteile beim dritten Typ der EMW nunmehr über einen Außenzughebel und auch die Kotflügelform, das Rücklicht sowie die Abgasanlage wurden maßgeblich optimiert.

Auf den ostdeutschen Straßen fuhren 1950 nicht nur EMW-Naked-Bikes, sondern auch die in Suhl fast zeitgleich produzierten AWO 425-Modelle mit 248 ccm. Eine offizielle Konkurrenz unter den Viertaktern, egal ob mit oder ohne Seitenwagen, gab es allerdings nicht. Intern standen Männer mit der EMW aufgrund des höheren Hubraums jedoch meist über der AWO-Riege. Die Damen ließen sich vom männlichen "Kräftemessen" hingegen kaum beeindrucken und setzten ihren Fokus mehr auf einen möglichst sicheren Fahrstil. Das Austragen der Kraft protzenden "Hahnenkämpfe" fand somit häufig nur unter Ausschluss der Mädels statt.

Die EMW R35 ist auch heute noch nicht vollkommen ausgestorben. Modelle im ursprünglichen Zustand haben sich allerdings äußerst rar gemacht und gehören somit selbst auf den Oldtimertreffen zum absoluten Highlight. Es lohnt sich also, den Teilemarkt intensiv zu durchforsten und sich mit den wichtigsten Komponenten vorsorglich einzudecken.

Das Schrauben an einer R35 verlangt etwas Geduld und einen stets wachen Blick auf die technischen Besonderheiten der 50er Jahre. Vieles lässt sich sogar deutlich einfacher lösen, als bei einem neuzeitlichen Motorrad. Aufpassen sollte man aber bei der Antreterwelle, weil sie leicht abreißen kann. Auch die Ölwannenschraube ist bei der EMW R35 nicht immer den Anforderungen gewachsen. Eine Ausfahrt ohne Werkzeug und Notfallset wäre daher nicht unbedingt anzuraten.

 
Daten  
Motor 235/3 (R35; R35/2 = 235/2)
Hub 84 mm
Bohrung 72 mm
Lichtmaschine RD 45/6/2800
Scheinwerfer 6V 35 / 35W / 6V 1,5W
Rücklicht 6V 3W
Bremsen vorn / hinten mechanisch, vorn: 160x20 mm, hinten: 180x20 mm
Tankkapazität 12 l (2 l Reserve)
Verbrauch 3,5 l auf 100km
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Gewicht 170 kg (R35; R35/2 = 155kg)
zulässiges Gesamtgewicht 365 kg (R35; R35/2 = 350 kg)
Lackierung vorrangig in Schwarz, selten in Silbergrau und Maronrot
EMW R35 Motorrad

EMW R 35 Ersatzteile

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Technische Daten zur R 35

Baujahr/Fahrgestell-Nr. Füllmengen Technische Daten
Baujahr:

1952–1955

Gabel pro Holm:

150 ml

Hubraum:

340 ccm

Fahrgestellnr.:

 

Öl ohne Filter:

500 ml

Zylinder:

1

Arbeitsverfahren:

Viertakt

Öl mit Filter:

kein

PS/KW:

12,5 PS / 9,19 kW

 

Bremsflüssigkeit:

 

Vergaser:

BVF KL 324 — 0

 

Endgetriebe:

4 Gang, Fußschaltung

Ventilspiel (Ein):

kein

 

Betriebsstoff

12 Liter

Ventilspiel (Aus):

kein

 

Kühlung:

Fahrtwind

Leerlaufdrehzahl

 

    Vergaserluftschraube:

 

    Reifendruck (vorn):

1,4 bar

    Reifendruck (hinten):

1,4 bar (Solo) - 1,9 bar (Sozius)

    Zündkerze 1:

M14 - 175

    Zündkerze 2:

kein

    Elektrodenabstand:

0,6 mm

    Lenker/Standrohr Ø:

22 mm

    Ritzel/Kettenrad:

Steuerwelle

    Kette:

 


Schaltpläne & Anleitungen für R 35

Schaltpläne für EMW R35/3 Anleitungen für EMW R35/3
  RAL Farbtabelle RAL-Nummernübersicht [PDF, 40kB]
   
   

Explosionszeichnungen für R 35

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