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AKF Bike-Datenbank: IWL SR59 - Berlin

Technische Daten, Anleitungen und Modell-Information für deinen SR59 - Berlin

IWL SR59 - Berlin Roller machte nicht nur in der Hauptstadt Karriere


Das VEB Industriewerk Ludwigsfelde entließ 1959 den letzten Wiesel SR56 in die Freiheit und verwirklichte noch im selben Jahr die bereits vorhandenen Pläne für den neuen Stadtroller IWL Berlin SR59. Das Design beider Modelle wurde dabei nur geringfügig verändert. Anders sah es jedoch im Inneren aus, denn aus 123 ccm wurden 143 ccm und das Getriebe hatte nun vier statt drei Gänge. Einen gewaltigen Schritt nach vorn ging es auch mit der Leistung von 3,8 kW auf 5,5 kW (7,5 PS). Dafür war der weiterentwickelte Motorroller aber auch um ein paar Kilogramm schwerer. Die Hinterradfederung bekam einen Stoßdämpfer hinzu und die Vorderradschwinge besaß einen um die Hälfte längeren Federweg. Die Kühlungsprobleme des Vorgängers löste man ganz einfach mit ein paar extra Haubenschlitzen.

Mit einer Stückzahl von 113.943 ab Mai 1959 bis Dezember 1962 setzten die Ludwigsfelder auch international einen neuen Maßstab, denn unter den Motorrollern in der 150er Klasse gab es zumindest in den ersten Produktionsjahren noch keinen Stadtroller, der dem Berlin SR59 das Wasser hätte reichen können. Dieser immense Erfolg diente letztendlich natürlich auch als willkommenes Propagandainstrument im Zeichen der sozialistischen Staatsform. Vielleicht unter etwas anderen Gesichtspunkten, aber dennoch voller Stolz, präsentierten sich somit auch die tatkräftigen Werksmitarbeiter. Mit dem nochmals verbesserten Nachfolger "Troll" gelang dem ostdeutschen Werk ein weiterer Schachzug.

Es gab auch wenige Modelle, die einfarbig lackiert und deren Felgen genietet waren. Hierbei handelte es sich um Roller der sprichwörtlich ersten Stunden.

Im Volksmund wurde der SR59 Berlin mit Wetterschutz auch liebevoll Hauptstadtroller genannt und vorrangig von den jungen Damen oder Pärchen gefahren. Die beiden Einzelsitze hatten im Vergleich zur Doppelsitzbank des Wiesels einen angenehmeren Sitzkomfort und dank des einseitig links verbauten Stoßdämpfers hüpfte der Motorroller nicht mehr ganz so heftig über die ländlichen Straßenbeläge. Damals war der Anblick völlig unspektakulär, wogegen das nostalgisch wirkende Gefährt heute sicherlich viele ältere Passanten zurück in die wilde Zeit der aufstrebenden 60er Jahre versetzen würde. Mit und auf dem Roller fing übrigens auch so manche Liebesgeschichte an. Als aufgemöbeltes Geschenk zur Goldenen Hochzeit dürfte er deshalb wundervolle Erinnerungen bei den Großeltern wecken.

Mit dem SR 59 konnte man auch kleinere Urlaubsreisen unternehmen, ohne dabei das Reserverad abnehmen zu müssen. Vor allem in bzw. aus Richtung Ostsee fahrend sah man den Berlinroller deshalb meist mit einem sogenannten Campi. Dieser optisch witzig aussehende Einradanhänger ließ sich ganz einfach an- und abkoppeln und diente als sicherer Lastenträger für die Campingutensilien, Taschen oder Kleinteile. Der männliche Begleiter durfte dabei natürlich auf dem Rollersitz Platz nehmen, weil er bei einer Panne möglichst schnell einspringen musste.

Dazu zählte nicht selten eine defekte Rücklichtzuleitung, die sich durch das Schleifen am Hinterrad teilen kann. Auch ein gerissener Kupplungsbowdenzug scheint beim SR59 Berlin offenbar häufiger aufzutreten. Dieses Problem lässt sich meist mit Lötzinn bewältigen. Das gilt unter anderem auch für den Ferntupferdraht, der teilweise etwas zu kurz geraten ist. Vergaser- und Zündanlagenreparaturen nehmen zudem etwas mehr Zeit in Anspruch, weil diese Bauteile sehr schwer zugänglich sind.

 
Daten  
Motor MZ 125/3 (aufgebohrt, gebläsegekühlt)
Hub 58 mm
Bohrung 56 mm
Verdichtungsraum 20,4 cm³
Getriebe Klauenschaltung, Fußschaltung
Federweg vorn/hinten 100 mm (Kurzarmschwinge, Schraubendruckfeder, Reibungsdämpfer) /
70 mm (Trapezscheing, Drehstabfeder, hydraulische Dämpfung)
Lichtmaschine GMR 6/60
Hauptlicht 35/35 Watt
Tankinhalt 12 l ( 1,5 l Reserve)
Verbrauch 2,8 bis 3,2 l
Höchstgeschwindigkeit 82 km/h
Gewicht 135 kg
zulässiges Gesamtgewicht bis 300 kg
Lackierungen Weiß/Smaragdgrün, Weiß/Orange, Weiß/Hellblau, Weiß/Schwarz
Preis 2.300 DM
IWL SR59 Berlin Roller

IWL SR59 - Berlin Roller Ersatzteile

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IWL SR59 - Berlin Roller Technische Daten

Baujahr/Fahrgestell-Nr. Füllmengen Technische Daten
Baujahr:

1959- 1963

Gabel pro Holm:

 

Hubraum:

143 ccm

Fahrgestellnr.:

 

Öl ohne Filter:

400 ml

Zylinder:

1

Arbeitsverfahren:

Zweitakt

Öl mit Filter:

kein

PS/KW:

6,5 PS / 4,78 kW

 

Bremsflüssigkeit:

 

Vergaser:

IFA-BVF N241-11

 

Endgetriebe:

4 Gang, Fußschaltung

Ventilspiel (Ein):

kein

 

Betriebsstoff

12 Liter, 1:25 (1:33)

Ventilspiel (Aus):

kein

 

Kühlung:

Luft (Axialdruckgebläse)

Leerlaufdrehzahl

 

    Vergaserluftschraube:

2,5 - 3 Umdrehungen offen

    Reifendruck (vorn):

1,2 bar (Solo) - 1,4 bar (Sozius)

    Reifendruck (hinten):

1,5 bar (Solo) - 2,0 bar (Sozius)

    Zündkerze 1:

M14 - 260

    Zündkerze 2:

B8HS

    Elektrodenabstand:

0,6 mm

    Lenker/Standrohr Ø:

22 mm

    Ritzel/Kettenrad:

 

    Kette:

94 Glieder


IWL SR59 - Berlin Roller Schaltpläne und Anleitungen

Schaltpläne für IWL SR59 Berlin Anleitungen für IWL SR59 Berlin
  RAL Farbtabelle RAL-Nummernübersicht [PDF, 40kB]
   
   

IWL SR59 - Berlin Roller Explosionszeichnungen

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