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AKF Bike-Datenbank: IWL Troll TR150

Technische Daten, Anleitungen und Modell-Information für deinen IWL Troll

IWL Troll TR150 Roller - ein Kobold beendete die Motorroller Ära


Im VEB Industriewerk Ludwigsfelde sollte der IWL Troll TR150 ab 1963 den erfolgreichen Stadtroller Berlin nicht nur ablösen, sondern wenn möglich auch für ähnlich hohe Umsatzzahlen sorgen. Der etwas eckig geratende Tourenroller ist durch zahlreiche MZ-Bauteile geprägt, weil kapitalistische Auslandsimporte während der Bauzeit unerwünscht und vor allem zu teuer waren. So verfügt der Troll mit 9,5 PS und einem Hubraum von 143 cm³ beispielsweise über einen abgewandelten RM150-Motor mit Gebläsekühlung, der bereits in der MZ ES 150 zum Einsatz kam. Statt eines Zentralrohrrahmens hatte der letzte und leistungsstärkste in Ludwigsfelde gebaute Motorroller zudem einen Stahlblechprofilrahmen mit Haubenträger.

Die anfänglich enthusiastischen IWL-Roller-Pläne wurden 1965 durch den wirtschaftlich notwendigen Bedarf an Lastkraftwagen und leider auch durch engstirnige Funktionäre der Parteiführung ausgebremst. Zudem interessierte sich die DDR-Bevölkerung nun vermehrt für die Modelle aus den Simson-Werken und natürlich für die Zwickauer Rennpappe auf vier Rädern - den Trabant. Selbst Teilzahlungsangebote konnten den Troll-Absatz nicht mehr aus der drohenden Versenkung holen. Ab Januar 1963 bis Dezember 1964 rollte der Troll insgesamt 56.513 Mal für 2.550 Mark vom Band und beendete damit die Ludwigsfelder Roller-Ära zugunsten der LKW-Modelle W50 und L60.

Obwohl der kastenförmige Troll optisch wenig attraktiv wirkt, hat er dennoch ein paar nennenswerte Vorzüge. Er läuft immerhin 8 km/h schneller und punktet durch eine äußerst robuste Konstruktion. Außerdem kam es beim Vorgänger Berlin durch kleine Unachtsamkeiten schnell zu Brandwunden am Bein. Das kann beim TR150 nicht mehr passieren, da sich der Auspuff nun unter dem Trittbrett befindet. Dank der beiden abnehmbaren Seitenbleche gehört er außerdem zu den schrauberfreundlichsten IWL-Motorrollern. Somit war es damals auch nicht mehr allzu ungewöhnlich, dass sich die Mädels selbst an kleinere Wartungsarbeiten herantrauten. Überflüssig wurden die Männer aber trotzdem nicht, denn spätestens wenn es zu ölig wurde, übergaben die Damen den Schraubendreher auch gerne wieder an die männliche Fraktion.

Wie schon bei den anderen Motorrollern, gehörte auch beim Troll der Einradanhänger Campi zu den beliebtesten Ausflugsbegleitern. Die Ausführungen bis 1962 hatten werksmäßig allerdings nur eine ungeteilte Zugstange und mussten deshalb für den TR150 umgearbeitet bzw. umgeschweißt werden. Mit den späteren Campis hatte sich dieses Problem jedoch erledigt.

Über das Design des Trolls gibt es auch heute noch sehr unterschiedliche Meinungen. Wer aber einen dieser "Kobolde" besitzt, wird sich nur ungern davon trennen wollen. Allein die zügigen 90 km/h und die komfortablen Fahr- und Schmutzschutzeigenschaften stellen so manchen modernen Roller ohne Weiteres in den Schatten. Für die Ersatzteilbeschaffung sollte man sich aber zuverlässige Quellen sichern, weil die Verfügbarkeit nach mehr als einem halben Jahrhundert natürlich immer knapper wird.

Bei den ersten Troll-Modellen muss man sich entweder mit einer teilweise recht flattrigen Lenkung abfinden oder die aus Elektron gefertigten Schwingungsträger gegen Stahlschwingungsträger austauschen. Auch die Bremstrommeln der Erstlinge haben eine nur dürftige Formstabilität und sollten durch neuere Trommeln ersetzt werden. Gelegentlich treten zudem Vergaserprobleme auf, die sich durch eine konsequente Reinigung aber leicht beheben lassen.

 
Daten  
Hub 58 mm
Bohrung 56 mm
Federung/Schwinge vorn Schwinggabel Schwingenträger/Federbeine mit Stoßdämpfer
Federung/Schwinge hinten Schwinggabel/Federbeine mit Stoßdämpfer
Kupplung Mehrscheibenkupplung
Schaltung 4-Gang-Fußschaltung
Bremsen Trommelbremsen vorn & hinten, 160 mm
Hauptlicht 45/40 W Billux
Standlicht 2 W
Rücklicht 5 W
Bremslicht 18 W
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h
Tankkapazität 12 l (1,5 l Reserve)
Verbrauch 2,6 l bis 2,8 l auf 100 km
Gewicht 128 kg
zulässiges Gesamtgewicht bis 300 kg
Lackierung Weiß/Rot, Hellblau, Weiß/Dunkelblau
IWL Troll Roller

IWL Troll TR150 Ersatzteile

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IWL Troll TR150 Roller Technische Daten

Baujahr/Fahrgestell-Nr. Füllmengen Technische Daten
Baujahr:

1959- 1963

Gabel pro Holm:

 

Hubraum:

143 ccm

Fahrgestellnr.:

 

Öl ohne Filter:

400 ml

Zylinder:

1

Arbeitsverfahren:

Zweitakt

Öl mit Filter:

kein

PS/KW:

6,5 PS / 4,78 kW

 

Bremsflüssigkeit:

 

Vergaser:

IFA-BVF N241-11

 

Endgetriebe:

4 Gang, Fußschaltung

Ventilspiel (Ein):

kein

 

Betriebsstoff

12 Liter, 1:25 (1:33)

Ventilspiel (Aus):

kein

 

Kühlung:

Luft (Axialdruckgebläse)

Leerlaufdrehzahl

 

    Vergaserluftschraube:

2,5 - 3 Umdrehungen offen

    Reifendruck (vorn):

1,2 bar (Solo) - 1,4 bar (Sozius)

    Reifendruck (hinten):

1,5 bar (Solo) - 2,0 bar (Sozius)

    Zündkerze 1:

M14 - 260

    Zündkerze 2:

B8HS

    Elektrodenabstand:

0,6 mm

    Lenker/Standrohr Ø:

22 mm

    Ritzel/Kettenrad:

 

    Kette:

94 Glieder


IWL Troll TR150 Roller Schaltpläne und Anleitungen

Schaltpläne für IWL TR 51 Troll Anleitungen für IWL TR 51 Troll
  RAL Farbtabelle RAL-Nummernübersicht [PDF, 40kB]
   
   

IWL Troll TR150 Roller Explosionszeichnungen

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