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AKF Bike-Datenbank: MZ ETS 250

Technische Daten, Anleitungen und Modell-Information für dein ETS 250

MZ ETS 250 Motorrad


Während sich die ostdeutsche Bevölkerung Ende der 60er Jahre so langsam mit der Abgrenzung vom nichtsozialistischen Ausland abgefunden hatte, gingen die Handelsbeziehungen zwischen der DDR und Westeuropa natürlich munter weiter. Diese Exportländer trugen damals maßgeblich dazu bei, dass die Ingenieure im VEB Motorradwerk Zschopau die nunmehr sportliche MZ ETS 250 mit 243 ccm und innovativer Telegabel-Schwinge entwickelten. Geworben und verkauft wurde die 19 PS starke Einzylindermaschine auch unter dem klangvollen Namen Trophy-Sport. Um den Aufwand jedoch möglichst gering zu halten, lehnte sich die neue ETS 250 in weiten Teilen an die bereits vorhandene ES 250/2 an. Da man für die Telegabel einen speziellen Stahl benötigte, kam der sächsische Betrieb letztendlich aber doch nicht so ganz am Einkauf aus dem Westen vorbei. Bis zur optischen Änderung der Scheinwerfer und des Reflektors im Jahre 1971 nutze man als Vorlage allerdings die BK 350.

Erstaunlich niedrig, sicherlich auch aufgrund der nicht immer ausreichend verfügbaren Materialien und Finanzen, blieben die Produktionszahlen. Mit dem offiziellen Baubeginn 1969 bis zum Auslauf 1973 waren es nur 16.275 Stück. 3275 MZ ETS 250 gingen in den Export, wobei vor allem die BRD, Frankreich und das Vereinigte Königreich weit vorne lagen. Hinzu kamen 1973 und 1975 nochmals 60 vollverkleidete ETS 250 Eskort mit fünf Gängen und zusätzlichen Extras, die als Staatskarossen dienten und auf Forderung des Ministeriums für Staatssicherheit, im Volksmund Stasi, ins Leben gerufen wurden.

Einen Grund zum Feiern gab es am 21. Juni 1970, denn an diesem Tag verließ eine ETS 250 Trophy Sport als 1.000.000stes Motorrad ab 1950 das Zschopauer Werk. Dadurch stieg das Interesse unter den Bikern für dieses soundstarke Straßenmodell deutlich an. Der Preis in Höhe von 3.450 Mark wirkte zunächst zwar etwas abschreckend, aber allein mit dem rasanten Beschleunigungsvermögen und der durchaus robusten Konstruktion traten die Anschaffungskosten schnell in den Hintergrund. Auch der Werbeslogan "Für Männer, die fahren können" wurde von den stolzen Besitzern nur allzu wörtlich genommen. In der Praxis sah es jedoch besonders bei den Anfängern etwas anders aus, denn Übermut und männliches Strotzen ohne jegliche Erfahrung ließ sich die ETS 250 nur selten gefallen. Die besseren Karten hatten deshalb vorrangig Motorradfahrer, die bereits im Vorfeld mit einer vergleichbar schweren Maschine vertraut waren.

In der heutigen Bundesrepublik sollen nur noch 201 zugelassene MZ ETS 250 existieren. Die Suche nach diesem exklusiven Motorrad dürfte sich also äußerst mühselig gestalten und auch ein Glückstreffer wird vermutlich kaum aus der Portokasse bezahlbar sein. Fündig könnte man gegebenenfalls in alten Scheunen auf dem Land werden. Da die mittlerweile sehr betagten Eigentümer ihre Trophy-Sport allerdings trotzdem nur sehr ungern an sogenannte "Halbstarke" abgeben, sind vor allem Verhandlungsgeschick und Fachwissen absolut vorteilhaft.

Schwachpunkt bei der MZ ETS 250 ist die relativ weichgreifende Hand- und Fußbremse. Das dadurch entstehende Quietschen ist zwar lästig, aber ansonsten nicht weiter bedenklich. Insgesamt zeigt sich das Bremsverhalten nämlich sehr vorbildlich. Kontrolliert werden sollten die Bremsen aber dennoch in regelmäßigen Intervallen, denn bei den hohen Geschwindigkeiten dürften diese Bauteile zu den mit Abstand wichtigsten Komponenten gehören.


Daten
Hub/Bohrung65/69 mm
Hauptdüse117
Nadeldüse67
Leerlaufdüse40
Starterdüse100
LichtmaschineFEK Gleichstrom 6 Volt, 60 Watt; kurzzeitig 90 Watt
Scheinwerfer45/40 Watt, Bilux, 160 mm Lichtaustritt
Standlicht2 Watt
Blinker2 x 18 Watt
Schlusslicht5 Watt, 95 mm Lichtaustritt
Bremslicht 15 Watt
Federung vornTeleskopgabel, Ölstoßdämpfung
Federweg vorn145 mm
Federung hintenLangschwinge und Federbeine, Ölstoßdämpfung
Federweg hinten105 mm, verstellbare Federhärte
Anzahl der Gänge4, (ETS Eskort = 5 Gänge)
Bremse vornSeilzug und Handhebel, Vollnabenbremse, 160 mm
Bremse hintenSeilzug und Fußhebel, Vollnabenbremse, 160 mm
Gewicht151 kg (Eskort = 160 kg)
zulässiges Gesamtgewichtbis 320 kg
Tankinhalt22 l (1,5 l Reserve)
Verbrauch4,4 bis 4,6 l
Geschwindigkeit125 km/h
LackierungRot/Schwarz, Gelb/Schwarz ab 1971, Schutzbleche Silber, ETS Eskort = Schwarz
MZ ETS 250

MZ ETS 250 Motorrad Ersatzteile

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MZ ETS 250 Technische Daten

Baujahr/Fahrgestell-Nr. Füllmengen Technische Daten
Baujahr:

1969-1973

Gabel pro Holm:

je Holm 220 ml

Hubraum:

243 ccm

Fahrgestellnr.:

 

Öl ohne Filter:

750 ml

Zylinder:

1

Arbeitsverfahren:

Zweitakt

Öl mit Filter:

kein

PS/KW:

19 PS / 14 KW

 

Bremsflüssigkeit:

 

Vergaser:

IFA-BVF 28 N 1-3

 

Endgetriebe:

4 Gang, Fußschaltung

Ventilspiel (Ein):

kein

 

Betriebsstoff

22 Liter

Ventilspiel (Aus):

kein

 

Kühlung:

Fahrtwind

Leerlaufdrehzahl

 

    Vergaserluftschraube:

2,5 Umdrehungen offen

    Reifendruck (vorn):

1,5 bar (Solo)

    Reifendruck (hinten):

1,9 bar (Solo) - 2,1 bar (Sozius)

    Zündkerze 1:

M14-260

    Zündkerze 2:

 

    Elektrodenabstand:

0,6 mm

    Lenker/Standrohr Ø:

22 mm

    Ritzel/Kettenrad:

45 Zähne

    Kette:

116 Glieder


MZ ETS 250 Schaltpläne und Anleitungen

Schaltpläne für MZ ETS 250 Anleitungen für MZ ETS 250  
  RAL Farbtabelle RAL-Nummernübersicht [PDF, 40kB]
   
   

MZ ETS 250 Explosionszeichnungen

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