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AKF Bike-Datenbank: MZ TS 250

Technische Daten, Anleitungen und Modell-Information für dein TS 250

Mit dem MZ TS 250 Motorrad ging auch die Volkspolizei auf Verbrecherjagd


Nicht erst im Jahre 1989, sondern bereits 1973 kam es in der DDR, genauer gesagt in Sachsen, zu einer bedeutenden Revolution. Während die volkseigenen Motorradwerke Zschopau die Motoren der reisetauglichen 250er Maschinen bislang in einen Schleifrahmen setzten, wählten sie für die MZ TS 250 einen Zentralrohrbrückenrahmen mit elastischen Eigenschaften. Nicht neu bei diesem 19 PS starken Zweitakter mit 243 cm³ waren allerdings die beiden Ausführungsvarianten "Standard" und "Luxus" mit zusätzlich aufpolierten Details, Tankblenden aus Chrom und Drehzahlmesser. Zwei Jahre nach Baubeginn rollte die TS 250 zudem als Gespann mit einem Superelastik-Seitenwagen des Unternehmens Stoye-Fahrzeugbau-Leipzig vom Band. 1976 liefen weitere Veränderungen an. So wurde beispielsweise der MM 250/3 mit vier Gängen durch einen MM 250/4 mit fünf Gängen ausgetauscht. Die eigentlich mit 12 Volt geplante E-Anlage sowie der E-Anlasser kamen jedoch nicht zum Einsatz.

Interessiert an der MZ TS 250 waren nicht nur die Privatnutzer, sondern auch die NVA und die Volkspolizei. Dafür wurden die Motorräder unter anderem in den entsprechenden Farben lackiert. Viele Exemplare gingen auch in den Export. Zu den Abnehmerländern gehörten beispielsweise Irak, Iran und die USA. Die Exportmaschine für die BRD hatte zudem nur 17 PS, weil es auf der westdeutschen Seite andere Führerscheinklassen bzw. Bestimmungen gab.
Von Juni 1973 bis 1982 verließen 110.899 TS 250 und 140.000 TS 250/1 die sächsische Produktionsstätte. Eine 250/1 de Luxe mit Flachlenker konnte man damals für 3.480 Mark erwerben. Die Gespannausführung der TS 250 kostete 3.410 Mark und der dazugehörige TS-Superelastik-Seitenwagen 1.240 Mark. Vergleichsweise günstig war hingegen die Standardausführung für 3.260 Mark.

Trotz der relativ niedrigen Löhne ging die MZ TS 250 und 250/1 in der DDR sprichwörtlich weg wie geschnitten Brot. Vor allem die männliche Kundschaft genoss die hohen Geschwindigkeiten und die perfekte Straßenlage der Maschine auf unebenen Strecken und hängte die Konkurrenz damit mühelos ab. Diesen Vorteil wusste aber auch die Polizei bei der Jagd auf Kleinkriminelle zu schätzen und vor allem anzuwenden.

Direkt nach der Wende waren zumindest für die Ostdeutschen zunächst die amerikanischen Motorräder, wie zum Beispiel eine Harley Davidson, sehr viel begehrenswerter als eine TS aus dem Hause MZ. Das änderte sich jedoch schon nach wenigen Jahren, denn so nach und nach stellte man fest, dass sich die ehemals volkseigene TS 250 deutlich einfacher reparieren lässt und insgesamt nur wenige Schwächen besitzt.

Bei der 250/1 kann es vor allem beim Gaswegnehmen nach einem Überholvorgang mit Vollgas zu sogenannten Kolbenklemmern kommen. Man sollte den Kupplungshebel also stets mit Vorsicht behandeln. Nicht ganz ausgereift sind außerdem die Lichtmaschine und die Batterie, denn vor allem bei Nachtfahrten und häufigem Blinkereinsatz stößt die 6-Volt-Stromversorgung der TS 250 und der TS 250/1 mit oder ohne Seitenwagen schnell an ihre Grenzen. Das Nachfolgemodell MZ ETZ 250 verfügte hingegen endlich über eine Elektrikanlage mit 12Volt.


Daten
Hub/Bohrung65 mm/69 mm
Hauptdüse140 (TS 250/1 = 135)
Nadeldüse70
LichtmaschineGleichstrom 60 Watt (90 Watt kurzzeitig)
Blinker4x21 Watt
Scheinwerfer45/40 Watt, Lichtaustritt 170 mm
Schlusslichtasymmetrisches Abblendlicht, 5 Watt, Lichtaustritt 100 mm
Standlicht4 Watt
Bremslicht21 Watt
Federung vornTeleskopgabel, Dämpfung hydraulisch
Federweg vorn185 mm
Federung hintenLangschwinge, Federbeine, Dämpfung hydraulisch
Federweg hinten105 mm, Federhärte verstellbar
Bremse vornHandhebel und Seilzug, Innenbacken 160 mm
Bremse hintenFußhebel und Seilzug Innenbacken 150 mm
Gewicht vollgetankt140 kg
zulässiges Gesamtgewichtbis 320 kg
Verbrauch4,2 bis 5,8 l
Tankinhalt12,5 l bzw. 17,5 l
Geschwindigkeit130 km/h
LackierungHellblau, Dunkelblau, Gelb, Rot, Saftgrün
Lackierung Exportzusätzlich Schwarz, Blau/Weiß
MZ TS 250

MZ TS 250 Motorrad Ersatzteile

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MZ TS 250 Technische Daten

Baujahr/Fahrgestell-Nr. Füllmengen Technische Daten
Baujahr:

1973-1981

Gabel pro Holm:

je Holm 220 ml

Hubraum:

243 ccm

Fahrgestellnr.:

 

Öl ohne Filter:

750 ml

Zylinder:

1

Arbeitsverfahren:

Zweitakt

Öl mit Filter:

kein

PS/KW:

19 PS / 14 kW

 

Bremsflüssigkeit:

 

Vergaser:

IFA-BVF BVF 30 N 2-3

 

Endgetriebe:

4 oder 5 Gang, Fußschaltung

Ventilspiel (Ein):

kein

 

Betriebsstoff

17,5 Liter

Ventilspiel (Aus):

kein

 

Kühlung:

Fahrtwind

Leerlaufdrehzahl

 

    Vergaserluftschraube:

1,5 Umdrehungen offen

    Reifendruck (vorn):

1,5 bar (Solo)

    Reifendruck (hinten):

1,9 bar (Solo) - 2,1 bar (Sozius)

    Zündkerze 1:

M14-260

    Zündkerze 2:

 

    Elektrodenabstand:

0,6 mm

    Lenker/Standrohr Ø:

22 mm

    Ritzel/Kettenrad:

21:47 Zähne

    Kette:

126 Glieder


MZ TS 250 Schaltpläne und Anleitungen

Schaltpläne für MZ TS 250 Anleitungen für MZ TS 250  
  RAL Farbtabelle RAL-Nummernübersicht [PDF, 40kB]
   
   

MZ TS 250 Explosionszeichnungen

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