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AKF Bike-Datenbank: Simson AWO 425-Touren

Technische Daten, Anleitungen und Modell-Information für dein Simson AWO 425-Touren

Simson AWO 425-Touren Motorrad - Die stolze "Alte Lady" des Ostens


Namensgeber des geschichtsträchtigen AWO Touren war kurz nach Kriegsende die sowjetische SAG AWTOWELO, die das "Berliner-Suhler-Waffen- und Fahrzeugwerk" im besetzten Deutschland zum Zweck von Reparationsleistungen übernahm. Ab 1952 vollzog sich die Trennung von der SAG und das Unternehmen trug die Bezeichnung "VEB-AWO-Simson-Suhl". Daraus ist ab 1957 dann der "VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson-Suhl" entstanden. Bereits 1948 kam es zu einem äußerst konkreten Entwicklungsauftrag für ein Einzylinderviertaktmotorrad mit 250 cm³ und 12 PS bei 5.500 U/min, das im Detail sehr auffallende Übereinstimmungen mit der BMW R 25 hatte.

Wenige Monate nach der Nullserie mit 25 Motorrädern 1950 lief die Produktion der AWO 425 T in Suhl auf Hochtouren. Bis 1953 lag die Stückzahl schon bei 43.000. Die 1957 umbenannte AWO Simson 425 T brachte es bis zum Ende der Bauzeit 1960 auf 84.500 Auslieferungen, sodass unterm Strich 127.500 Kickstarter-Motorräder dieses Typs mit komplett schwarzer oder rot-schwarzer Lackierung im Umlauf waren. 
Neben dem AWO Touren rollte ab 1956 auch das AWO Sport von den Fabrikbändern. Leider wurden beide Ausführungen mit Beginn der Mopedproduktion aus der Fertigung genommen, was aus heutiger Sicht kaum nachvollziehbar sein dürfte.

Die Zulieferung der Bauteile gestaltete sich in der gerade gegründeten DDR mehr als schwierig. So musste man sich unter anderem vom eigentlich geplanten Kettenantrieb verabschieden und entschied sich stattdessen für den Kardanantrieb. Von Jahr zu Jahr und fast schon euphorisch verbesserten die Thüringer die Technik des AWO Motorrades. Nicht nur die hochpreisigen Haarnadelfedern, sondern auch die auf der linken Zylinderseite im Schacht verdeckten Stößelstangen gehörten zu vorteilsbringenden Besonderheiten. So konnte das Tourenmotorrad von Simson die konkurrierende BMW um Längen übertrumpfen.

Das AWO Touren sah man auf den damaligen Straßen meist als Gespann. Während die Vorrichtung für den STOYE-Seitenwagen aus Leipzig anfangs noch nicht generell zur Grundausstattung zählte, ging sie ab 1955 für alle AWOs in Serie. Die Männer fuhren damit voller stolz ihre weiblichen Eroberungen aus und die auserwählten Damen konnten darin eine bequeme Sitzposition einnehmen. Zudem war das nicht überhörbare Motorrad in den ersten Jahren ein optimaler Ausgleich zum schweren Aufbaualltag der Menschen nach dem Krieg. Vor allem die Rückkehrer aus der Gefangenschaft sahen in der AWO Touren eine Art neu gewonnene Freiheit.

Das Simson 425 T bzw. AWO ist auch heute noch die ungekrönte Königin unter den ostdeutschen Motorrädern. Standesgemäß mit Stahlhelm und einer Windschutzbrille aus den 50er/60er Jahren präsentieren sich AWO-Biker nicht mehr nur auf den üblichen Oldtimerveranstaltungen, sondern auf fast jedem Motorradtreffen in ganz Europa. Mit höchster Anerkennung ziehen mittlerweile sogar überzeugte Harleyfahrer ihren Hut vor dieser "Alten Lady", die leider nur noch selten im Originalzustand zu finden ist.

Anfällig bei dem AWO Touren sind die Auslassventile am Motor, weil sie schnell vom Teller abreißen können. Hierbei sollte man sich vielleicht tatsächlich auf neue Ersatzteile berufen. Grundsätzlich bringt das sehr reparaturfreundliche AWO einen leidenschaftlichen Schrauber jedoch nur in absoluten Ausnahmefällen zur Verzweiflung. Als hochbetagte Dame möchte sie allerdings aufmerksam gepflegt und gewartet werden.

Daten  
Motor 425/1
Hub / Bohrung 68 mm/68 mm
Zündung / Zündspule Batterie / Magnetzünder ZS3
Zündzeitpunkt automatische Verstellung (Fliehkraftregler)
Kupplung Einscheibentrockenkupplung
Kurbelwelle dreifachgelagert
Hinterradantrieb Gelenkwelle
Rahmen Stahlrohr geschweißt, geschlossen, doppelter Unterzug, Geradwegfederung
Bremsen Innenbacken (Vorderrad: Handbremse, Hinterrad: Fußbremse
Lichtmaschine IKA Typ 6/45/60
Scheinwerfer 6V 35 / 35W
Rückleuchte 6 V3W
Tankinhalt 12 l
Verbrauch 3,3 l auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit 104 km/h Solo, 85km/h mit Seitenwagen
Gewicht 140 kg
Nutzlast Zuladung bis 160kg

Simson AWO 425 Touren

Simson AWO 425-Touren Motorrad Ersatzteile

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Simson AWO 425-Touren Technische Daten

Baujahr/Fahrgestell-Nr. Füllmengen Technische Daten
Baujahr:

1950 - 1960

Gabel pro Holm:

80 ml

Hubraum:

247 ccm

Fahrgestellnr.:

 

Öl ohne Filter:

500 ml

Zylinder:

1

Arbeitsverfahren:

Zweitakt

Öl mit Filter:

kein

PS/KW:

12 PS / 8,83 KW

 

Bremsflüssigkeit:

kein

Vergaser:

AWO Touren Vergaser

 

Endgetriebe:

4 Gang, Fußschaltung

Ventilspiel (Ein):

0,1 mm

 

Betriebsstoff

12 Liter

Ventilspiel (Aus):

kein

 

Kühlung:

Fahrtwind

Leerlaufdrehzahl

1200 - 1600 U/min

    Vergaserluftschraube:

3 - 4 Umdrehung offen

    Reifendruck (vorn):

1,2 Bar

    Reifendruck (hinten):

1,5 Bar

    Zündkerze 1:

M 14-225

    Zündkerze 2:

kein

    Elektrodenabstand:

0,4 mm

    Lenker/Standrohr Ø:

22 mm

    Ritzel/Kettenrad:

 

    Kette:

Zahnradantrieb


Simson AWO 425-Touren Schaltpläne und Anleitungen

Schaltpläne für Simson AWO 425 Touren Anleitungen für Simson AWO 425 Touren
  RAL Farbtabelle RAL-Nummernübersicht [PDF, 40kB]
  Montagetipps für Acerbis DHH Scheinwerfer Tipps Acerbis [PDF, 221 kB]
  Tipps für DZM-Anbau neuer Kupplungsdeckel Tipps Neuer Kupplungsdeckel[PDF, 1289kB]

Simson AWO 425-Touren Explosionszeichnungen

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